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(2000) Geist und Macht, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Lujo Brentano (1844–1931)

Hans-Christof Kraus

pp. 131-158

Als führender Nationalökonom und international renommierter Wirtschaftshistoriker zählte Lujo Brentano zu den bekanntesten und schillerndsten Gelehrtenpersönlichkeiten in der Zeit des zweiten Deutschen Kaiserreichs1. Er war ebenso angesehen wie umstritten, er wurde von einem großen Kreis seiner Schüler und Bewunderer ebenso glühend verehrt wie er andererseits von einer vermutlich noch größeren Zahl wissenschaftlicher Kritiker und politischer Gegner bekämpft und angefeindet wurde. Lujo Brentano war in seiner Zeit vielleicht der Idealtypus dessen, was man heute als einen 'streitbaren Gelehrten" bezeichnen würde; er ist zeitlebens keiner wissenschaftlichen Kontroverse aus dem Weg gegangen und hat erst recht keine politische Auseinandersetzung gescheut. Unter den Wissenschaftlern seiner Zeit galt er als einer der fulminantesten Polemiker, und man sagt wohl nicht zu viel, wenn man bemerkt, daß der gelehrte Streit und der publizistische Kampf für die eigenen ökonomischen und politischen Ideale geradezu eine Art Lebenselixier für Brentano darstellten.

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-322-83347-1_8

Full citation:

Kraus, H. (2000)., Lujo Brentano (1844–1931), in B. Heidenreich (Hrsg.), Geist und Macht, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, pp. 131-158.

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