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199944

(2014) Schönheit als Zeugnis, Dordrecht, Springer.

Darwins Ästhetik und die Naturalisierung sozialer Ungleichheit

Nora Ruck

pp. 103-155

In vielerlei Hinsicht stellt sich die evolutionspsychologische Attraktivitätsforschung als Erbin Charles Darwins (1809-1882) dar. Der Evolutionstheoretiker fungiert als Inspirationsquelle, Reibungsfläche, Legitimationsfigur und vieles mehr: David Buss' Handbook of Evolutionary Psychology etwa ist Charles Darwin gewidmet; Randy Thornhill (1998) prägte für die evolutionspsychologische Attraktivitätsforschung den Begriff Darwinian Aesthetics, der etwa auch von Grammer et al. (2003) übernommen wurde; und nicht wenige evolutionspsychologische AttraktivitätsforscherInnen arbeiten sich an Darwins Theorie körperlicher ›Schönheit‹, seiner Fundamentalsetzung von ›Schönheitspräferenzen‹ und seinem damit einhergehenden Fokus auf die kulturelle Variabilität von ›Schönheitsstandards‹ ab, indem sie etwa nachweisen wollen, dass Darwin selbst schon ein Auge für die Universalität derartiger Standards hatte (z.B. Cunningham et al. 2002), dass er in seiner Einschätzung von ethnozentrischen Kolonialberichten irregeführt war (ebd.) oder dass ›neuere Erkenntnisse‹ seine Annahmen widerlegt hätten (Rhodes et al. 2002; Grammer et al. 2002).

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-658-00975-5_6

Full citation:

Ruck, N. (2014). Darwins Ästhetik und die Naturalisierung sozialer Ungleichheit, in Schönheit als Zeugnis, Dordrecht, Springer, pp. 103-155.

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